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Casting, Raub- und Friedfisch (Nachricht 29/2010)

In Halle and der Saale war bei herrlichstem Sommerwetter am ersten Juniwochenende für Interessierte des Angelns so einiges geboten. Denn dort fand der achte Europatreff statt. Mit dabei waren sechs Teams. Darunter zwei polnische aus Katowice und Torun sowie Mannschaften aus Brandenburg, Sachsen-Anhalt, der Slowakei und Litauen. Diese internationale Anglerschaft trat in drei Disziplinen an: Friedfischangeln, Spinnangeln und Casting.

 

Nach der offiziellen Eröffnung am Samstag durch Hans-Peter Weineck, Präsident des ausrichtenden Landesanglerverbandes Sachsen-Anhalt e.V., ging es dann endlich ans Wasser bzw. an die Wurfscheiben.

Besonders den Friedfischanglern und den Castern machte die heiße Sonne sehr zu schaffen, während den Spinnanglern an ihrer Strecke viele Bäume doch einigen Schatten boten. Die Spinnangler gingen auf Barsch am Ruderkanal, einem Nebenarm der Saale. Man konnte auf Grund der Gewässergegebenheiten jedoch auch auf Zander oder Hecht hoffen. An der Angelstrecke waren sowohl Kiesgebiete mit eher trübem Wasser, was der Zander liebt, als auch verkrautete Abschnitte zu finden, wo sich Hechte wohl fühlen. Dennoch konnten am Ende des Tages weder Hecht noch Zander gelandet werden. Die Ausbeute an Barschen der Angler konnte sich jedoch durchaus sehen lassen. Die Friedfischangler angelten dann direkt an der Saale. Sie hatten mit einer gehörigen Strömung zu kämpfen, jedoch zeigte sich hier, welch hervorragende Angler vor Ort waren, da alle sehr gut mit diesen schwierigen Bedingungen zu recht kamen und auch hier eine beachtliche Menge an Weißfischen gefangen wurde. Alle gefangenen Fische wurden zu Hegezwecken in den Hufeisensee in Halle umgesetzt. Den Castern boten sich beinahe optimale Bedingungen. Zwar brannte auch hier die Sonne, doch durch die große Windstille an der Castingstrecke wurden sie beim Zielen und Werfen kaum beeinträchtigt.

Insgesamt war wie immer zu beobachten, dass eine hervorragende Stimmung unter den internationalen Teilnehmern herrschte. Wie immer stand das Gemeinschaftsgefühl im Vordergrund. So soll es auch sein bei einem solchen Ereignis.

Auch der Präsident des Deutschen Anglerverbandes e.V., Günter Markstein, ließ es sich nicht nehmen, dem Europatreffen einen Besuch abzustatten und den Anglern über die Schulter zu schauen. Zudem bot sich hier auch die Gelegenheit, interessante Gespräche zu führen und die internationalen Beziehungen weiter zu verbessern und zukünftige, gemeinsame Projekte anzuregen.

Am Abend wurden dann die erfolgreichsten Angler von Hans-Peter Weineck, Günter Markstein und Eberhard Weichenhan, Präsident des Landesanglerverbandes Brandenburg e.V., feierlich ausgezeichnet. Die polnischen Angelfreunde taten sich dabei besonders hervor. Aus deutscher Sicht besonders erfreulich war der erste Platz im Friedfischangeln von Mathias Scholz, vom Landesanglerverband Brandenburg e.V.. Er ist uns ja schon bestens bekannt als Weltmeister der Jugend im letzten Jahr in Portugal. Auch die Caster von Sachsen-Anhalt erzielten hervorragende Ergebnisse, indem sie die ersten beiden Plätze in der Mannschaftswertung erzielten und auch Christian Koppetzki vom Landesanglerverband Brandenburg e.V. belegte bei den Spinnanglern in der Einzel- und mit seinem Partner Carsten Borchert in der Mannschaftswertung einen hervorragenden dritten Platz.

Die Ergebnisse jedoch standen nicht im Vordergrund. Vielmehr ging es darum, gemeinschaftlich seinem Hobby nachzugehen und vor allen Dingen Spaß zu haben. Dies kann man von diesem Wochenende an der Saale mit Fug und Recht behaupten.

 
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