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Mit kräftiger Stimme für das Angeln in der Zukunft (Nachricht 20/2009) |
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Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit, unsere Mitglieder über wichtige Geschehnisse im Verbandsleben zu informieren, denn das Interesse aller Angler und auch der Öffentlichkeit richtet sich derzeit auf das angestrebte Zusammengehen der beiden großen deutschen Anglerverbände VDSF und DAV. Durch eine Fusion beider Verbände besteht die Möglichkeit, Kräfte zu bündeln und der Angelfischerei eine starke Stimme in der Öffentlichkeit beziehungsweise in der Bundespolitik und der immer wichtiger werdenden Europapolitik zu geben. Man denke nur einmal an Kormoran und Aal – von vielen anderen brandaktuellen Problemen ganz zu schweigen. Wegen der überragenden, wissenschaftlich nachgewiesenen Bedeutung der Angelfischerei für den Natur- und Umweltschutz, aber auch aus sozio-kulturellen Gründen ist es unser gutes Recht, uns Gehör zu verschaffen. Dazu sollten wir jede Gelegenheit nutzen. Nur so ist es möglich, noch lange unserem Hobby nachgehen zu können. Die Bündelung unserer Kräfte ist unbedingt notwendig!
Begonnen wurde damit auf den Treffen der ostdeutschen Landesanglerverbände von VDSF und DAV. Daraus entwickelte sich ein Treffen aller Verbände Deutschlands auf dem Deutschen Fischereitag 2008 in Saarbrücken. Im November 2008 wurde das erste von inzwischen mehreren gemeinsamen Positionspapieren unseres Verbandes mit dem VDSF veröffentlicht. Im März diesen Jahres beschloss die Hauptversammlung als oberstes Organ unseres Verbandes, zusammen mit dem VDSF auf gleichberechtigter Basis die Organisation der Deutschen Anglerschaft in einem Verband anzustreben. Entsprechend den gefassten Beschlüssen wurde jeweils eine Findungs- und Verhandlungskommission berufen.
Die DAV-interne Arbeitsgruppe „Findungskommission“ hat dieses Jahr im Juni erste „Eckpunkte der Zusammenarbeit in einem deutschen Anglerverband“ zusammengetragen. Diese Grundsätze basieren auf unserer Satzung und unserem Ehrenkodex. Klar herausgestellt wird in diesem Positionspapier, dass der Gewässerfonds auf Übereinkommen auf Landesverbandsebene basiert und Zeichen der solidarischen Verbundenheit aller unserer Mitglieder ist. Er stellt somit eine tragende und unantastbare Konstante in den Werten unseres Verbandes dar. Deshalb soll der bestehende Gewässerfonds weiterhin gepflegt und weiterentwickelt werden!
Die Standpunkte unseres Verbandes wurden erstmalig auf dem Deutschen Fischereitag 2009 in Bremerhaven im Rahmen des zweiten Treffens der Anglerverbände von VDSF und DAV vorgestellt. Am 1. September 2009 folgte die erste Beratung von den sechs Mitgliedern unserer „Verhandlungskommission“ mit einer ebenbürtigen Zahl an Vertretern des VDSF in Halle. Diese 12er-Kommission soll gemeinsam und gleichberechtigt Vorschläge zur Organisation der Deutschen Anglerschaft in einem Verband unterbreiten. Aktuelle Berichte zur Zusammenarbeit mit dem VDSF haben wir in unseren Verbandsmedien veröffentlicht, damit alle unsere Mitglieder, alle Angler und die Öffentlichkeit stets auf die neuesten Informationen zugreifen können.
Wie geplant, wurden während der zweiten Beratung der 12er-Kommission am 3. November 2009 in Münster die bisherigen Diskussionsschwerpunkte vertieft und detailliert behandelt. Das Treffen zeigte wiederum die prinzipielle Übereinstimmung der Ansichten beider Verbände in Bezug auf viele Fragen der Angelfischerei. Vor allem kam erneut zum Ausdruck, wie wichtig es ist, einer Million Angler eine gemeinsame Stimme auf nationaler und auch immer mehr auf internationaler Ebene zu verleihen. Dies sollte uns allen, die wir uns der Bedeutung der Angelfischerei bewusst sind, ein Hauptanliegen sein.
Prof. Dr. Werner Steffens 1. Vizepräsident des DAV
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