Zukunftspapier
"DAV - mit 50 Jahren selbstbewusst und solidarisch in die Zukunft"
1. Einleitung
Wir, der Deutsche Anglerverband, feiern im Jahre 2004 unser 50. Gründungsjubiläum. Wir haben unter verschiedenen gesellschaftspolitischen Verhältnissen selbstbewusst und solidarisch die Interessen der Anglerinnen und Angler behauptet. Unser eigenständiger Beitrag für die Natur und das Gemeinwohl - insbesondere durch die Hege und Pflege der uns anvertrauten aquatischen Lebensräume und ihrer Bewohner sowie durch ein lebendiges Verbands- und Vereinsleben - war, ist und bleibt auch zukünftig für die Gesellschaft unverzichtbar. Unverzichtbar deshalb, weil unsere eigenen Interessen zugleich Teil der gesellschaftlichen Interessen sind. Dies haben wir in unserem Ehrenkodex festgeschrieben, der nach wie vor gültig ist und bleibt.
Unser Verband, so wie er jetzt national und international dasteht, ist vor allem das Resultat aufopferungsvoller ehrenamtlicher Arbeit von Hunderttausenden ehemaligen und jetzigen Mitgliedern in den letzten 50 Jahren. Wir haben die Pflicht, dieses Vermächtnis zu ehren, indem wir auf ihrer Arbeit aufbauen und sie fortsetzen.
Die Herausforderungen für das Funktionieren der Gesamtgesellschaft wachsen in Zukunft noch schneller, als wir das vor einigen Jahren noch glaubten. Das betrifft zum Beispiel die Notwendigkeit
- der aktiven Gesunderhaltung und Altersvorsorge durch Förderung aller Formen des Angelns, des Castingsports und des aktiven Naturerschließens
- mehr Ressourcen für das nachhaltige Naturerleben zur Verfügung zu stellen, ohne dabei die Ökosysteme zu überanspruchen
- der Wiederherstellung und den Erhalt funktionierender Gewässerökosysteme
- Generationsverträge und Interessenausgleiche durch solidarisches Handeln weiter auszuprägen
- außerparlamentarische Gestaltungsmöglichkeiten der Bürger zu verstärken
- jede Chance zu nutzen, Arbeitsplätze zu erhalten oder neue zu schaffen.
Um diesen eng miteinander verbundenen Herausforderungen gerecht zu werden, ist die Gesellschaft auch auf die Verbände und deren Mitglieder angewiesen, die dazu ihren spezifischen Beitrag leisten, d. h. einen Beitrag, den sonst keiner so leisten wür-de und auch könnte. Hierbei sind auch wir Angler gefragt:
- durch die Entspannungs- und Erholungsfunktion des Angelns
- durch einen regelmäßigen Übungs-, Trainings- und Wettkampfbetrieb, insbesondere für die Jugend im Castingsport
- durch die Verwertung des selbst gefangenen Fisches als gesundes Nahrungsmittel
- durch unseren Einsatz für den Natur- und Tierschutz sowie die Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft mit allen uns anvertrauten aquatischen Ökosystemen
- durch ein solidarisch ausgerichtetes Verbands- und Vereinsleben
- durch die Ausprägung und Bewahrung von uralter Tradition und Heimatliebe
- durch die Schaffung von materiellen und nichtmateriellen Werten (z. B. Naturverbundenheit.
Daraus ergibt sich für den DAV die grundlegende Schlussfolgerung, für die weitere Verbesserung der gesellschaftlichen, natürlichen Rahmenbedingungen für das Angeln zu kämpfen. Denn unsere Mitglieder suchen beim Angeln in erster Linie das Naturerleben, die Erholung und natürlich den Fang von Fisch. So gesehen ist Angeln also mehr als nur Fische aus dem Wasser zu ziehen und Investitionen für das Angeln sind Investitionen für eine bessere Zukunft!
Was bedeutet das für unseren Verband im nächsten Jahrzehnt?
Zurück zur Inhaltsangabe
Weiter mit 2. Gesellschaftgliche Rahmenbedingungen