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Arbeitslose

Überlegungen des Deutschen Anglerverbandes zur

Lage und Interessenvertretung insbesondere seiner

arbeitslosen Mitglieder

(Auszug)

Wenn man bedenkt, dass 90 % der Bevölkerung die Massenarbeitslosigkeit als größtes gesellschaftliches Problem ansehen, dann hat der DAV geradezu die Pflicht, sich hierzu aus seiner Sicht zu äußern. Der DAV hat in der Vergangenheit verstärkt und zu Recht vor allem mit seiner naturschützerischen Stimme gesprochen.

Er wird nun vordergründig seine soziale Verantwortung und Interessenvertretung gegenüber seinen Mitgliedern deutlich machen und die Frage beantworten, welche Auswirkungen die Arbeitslosigkeit aus der Sicht des Verbandes auf die DAV-Mitglieder, damit auf das Angeln und damit wiederum auf den Natur- und Gewässerschutz hat.

Schwächung der Kraft des DAV durch Arbeitslosigkeit bedeutet Schwächung des Schutzes der Natur und damit letztlich Schwächung der Lebensqualität der Gesellschaft. Hier muss der DAV die Zusammenarbeit mit allen "verwandten" Verbänden suchen, insbesondere solchen, die sich dem Natur- und Umweltschutz ebenfalls verpflichtet fühlen.

Die Interessenvertretung insbesondere der arbeitslosen DAV-Mitglieder durch die Mitgliedsverbände und Vereine steht auf der Tagesordnung. Wir hätten schon viel erreicht, wenn sich jeder Verein (sehr behutsam) mit seinen arbeitslosen Mitgliedern beschäftigt und nach Wegen sucht, wie ihnen geholfen werden kann. Das ist von Region zu Region sicher unterschiedlich. Hier brauchen wir die Kraft, den Ideenreichtum und das aktive Handeln unserer Mitglieder.

Die Mitgliedsverbände und Vereine sollten gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen, den kommunalen Behörden und den Arbeitsämtern überlegen, welche Möglichkeiten gesehen werden, Arbeitsplätze zu schaffen. Dies gilt in besonderer Weise für ABM-Projekte speziell beim Natur- und Gewässerschutz sowie in der Fischaufzucht.