Ilz - die schwarze Perle
Josef Feuchtgruber, Passau, Oktober 2002
Nach Urlaub und Hochwasser finde ich nun endlich wieder Zeit, nach Berlin zu berichten:
Zu dem Familienwandertag, von dem ich das letzte Mal schon berichtet habe, liegt eine Pressemeldung bei. Am 21.09.02 fand an der Uni in Passau eine Fachtagung zur Ilz statt, die großen Anklang gefunden hat. Allein die Tatsache, dass an einem Samstag die Zuhörer - größtenteils interessierte Bürger - von 9.00 bis 17.15 Uhr durchgehalten haben, spricht für sich. Die gehaltenen Vorträge sollen nächstes Jahr vom Passauer Naturwissenschaftlichen Verein veröffentlicht werden.
Unsere Ilz-Ausstellung ist ständig unterwegs. Nicht nur bei den Kommunen, sondern auch in Banken oder - erst neulich - bei der Ausstellung "Jagen und Fischen" in der Passauer Nibelungenhalle; bei derartigen Auftritten ist immer Fachpersonal von uns dabei, um den vielen Interessierten Rede und Antwort zu stehen. Die Begleithefte werden nachgedruckt.
Auch der Passauer Fotoverein hat sich der Perle Ilz angenommen. Die Dia-Show wird mehrfach wiederholt werden. Besonders freut mich, dass das Thema Flusslandschaft Ilz und alles, was dazugehört, also auch die Fische (!), von den regionalen Künstlern bearbeitet wird. Ca. alle drei Monate wird eine entsprechende Kunstausstellung im Einzugsgebiet ausgerichtet.
Und zu guter Letzt mein Lieblingskind: Die Gemeindepartnerschaft zwischen Ruderting / Landkreis Passau und Ilz an der Ilz in der Steiermark! Ich war beim Festakt anwesend und habe dort die Ilzer Delegation (ein großer Bus voll) samt 1. und 2. Bürgermeister kennen gelernt: ganz liebe, aufgeschlossene und tatkräftige Leute - wie alle, die sich aus der Ferne der Ilz annehmen! *
Aus der Fachpresse habe ich entnommen, dass auch an der Gottleuba ein großes Hochwasser war. Wir in Passau hatten mit 11 Metern den höchsten Wasserstand seit 1954, dem "Jahrhundert-Hochwasser", damals war er aber noch einen Meter höher. Zur Katastrophe kam es stattdessen in einem kleineren Ort Donau abwärts in Obernzell, wo einige Häuser weggerissen wurden; Menschen kamen Gott sei Dank nicht zu Schaden.
So, das wär's wieder mal.
Gedicht auf die Gemeindepartnerschaft
zwischen Ruderting in Bayern und Ilz in der Steiermark
Es ist noch gar nicht lange her,
da kam zu uns der Feuchtgruber
und meinte ziemlich hinterlistig:
"A so a kloane Ortschaft wüßt ich,
da drunten in der Steiermark.
D' Entfernung de war net so arg."
Und dann sagt er ganz gönnerhaft:
"Was war denn mit ner Partnerschaft?
De hoaßn Ilz, ham a a Ilz.
Was moanst den Burgermoaster, guilts?"
Der fragt erst sein Gemeinderat.
A paar da drin schaugn ganz verdraht.
Sie wiagn de Schädel hin und her
und wiagn und wackeln allweil mehr.
Sie spekuliern und denkn nach.
Auf oamaoi tuats an Riesenkrach!
Denn ma erfahrt: In Ilz drunt die Genossen
die ham die Partnerschaft scho längst beschlossen.
Ja, da werds ernst, de Partnersach.
Na guat, sagn mia, da schau ma nach.
Und wia ma dann die Leut drunt sehgn,
da hamas ehrlich a glei mögn.
Und se ham a net schiach uns gfunden.
Drum ham ma uns jetz fest verbunden.
Und heut kriagt unser Freundschaft Flügel,
mit Unterschrift und Briaf und Siegel. Ab heit da gelten jetz die Worte:
Ilz und Ruderting san Partnerorte.