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Pressemitteilung 01/2008

Berlin,8. März 2008

DAV-Hauptversammlung in Berlin

Angler fordern Durchsetzung des Fischartenschutzes

Am 8. März 2008 trafen sich die Delegierten der Landes- und Spezialverbände des Deutschen Anglerverbandes zur Hauptversammlung im Kongresshotel in Berlin-Rahnsdorf. Da der Termin in diesem Jahr mit dem Weltfrauentag zusammenfiel, nutzte das DAV-Präsidium die Gelegenheit und ehrte alle anwesenden Frauen mit einem kleinen Präsent.

Mit besonderer Freude begrüßten die Delegierten unter den Ehrengästen Holger Ortel (MdB) in seiner Funktion als Präsident des Deutschen Fischerei-Verbandes, Dr. Hubert Waldheim, Schatzmeister des Weltanglerverbandes C.I.P.S., sowie den Präsidenten des Sächsischen Landesfischereiverbandes Dr. Wolfgang Stiehler.

In seinem Grußwort an die Delegierten betonte Holger Ortel u. a. die Notwendigkeit eines europäischen Kormoran-Managements, ging auf die Maßnahmen zur Erhaltung des Aals in unseren Fließgewässern ein und verwies auf die Risiken des forcierten Ausbaus von Kleinwasserkraftwerken. Ganz besonders würdigte er die enge Zusammenarbeit der Angler und Berufsfischer.

Ein Novum war der diesjährige Rechenschaftsbericht des Präsidiums. Er wurde entsprechend der Aufgabenbereiche vom Präsidenten Bernd Mikulin, von Prof. Dr. Werner Steffens, Vizepräsident für Gewässer und Naturschutz, vom Vizepräsidenten für Jugend und Sport, Hans Kemp, sowie vom Schatzmeister Hans-Rainer Ullrich gehalten.

Bernd Mikulin würdigte zu Beginn seiner Ausführungen das große Engagement der Anglerfrauen im Verband; gab aber zugleich einen Ausblick auf die Arbeit des Verbandes in den nächsten Jahren. 2009 zum Beispiel wird der DAV Gastgeber des Weltkongresses der Angler und Ausrichter der Senioren- und Veteranen-Weltmeisterschaften im Castingsport sein. Im Weiteren behandelte der DAV-Präsident eine Reihe internationaler und nationaler Aspekte der Arbeit des Präsidiums. So berichtete er über die Gründung des Europäischen Anglerforums im vergangenen Jahr in Prag.

Besonders betonte er die enge kameradschaftliche Zusammenarbeit der Angler und Berufsfischer sowie die aktive Mitarbeit im Deutschen Fischerei-Verband. Es werde auch in Zukunft niemand die Möglichkeit erhalten, „einen Keil zwischen uns zu treiben, weil wir die Berufsfischer als echte Verbündete betrachten.“

Auf das vorliegende Positionspapier zur Wasserkraft verweisend, hob Bernd Mikulin hervor, dass es nicht akzeptiert werden könne, wenn die Bundesregierung bei der Umsetzung ihres Klimaprogramms gegen europäisches Recht verstößt. „Es kann nicht hingenommen werden, dass die Grünen ihre Klimapolitik um jeden Preis durchsetzen, ganz egal, ob dabei Fische zu Tausenden zerhäckselt werden. Es sei schon schlimm, dass in Deutschland der Naturschutz an der Wasseroberfläche aufhört!“

Ein weiterer Schwerpunkt im Rechenschaftsbericht des Präsidiums war die Unterstützung der Fischereiwissenschaft und -Forschung durch den DAV. In enger Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern komme es verstärkt darauf an, alle wichtigen wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Praxis umzusetzen.

Einstimmig verabschiedeten die Delegierten der DAV-Hauptversammlung das Positionspapier „Wasserkraft“.

Darin fordern sie das Ende der vorsätzlichen Zerstörung unserer Flüsse und der Gefährdung von aquatischen Lebewesen aller Art!

Ansprechpartner

Gunter Hänel, DAV-Referent für Öffentlichkeitsarbeit

Anlage

DAV-Positionspapier „Wasserkraft“'

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