DAV Nachricht 11/2006
Berlin, 7. Mai 2006
Angeln als eine jahrtausendelange kulturelle
Tradition wird kriminalisiert!
Kindern den verantwortungsvollen Umgang mit der Kreatur und ebensolches Verhalten in der Natur nahe zu bringen, sind Gründe für die Einrichtung von Angel- und Umweltschulen speziell in Brandenburg, in denen sich u. a. viele ehrenamtliche Sportfreunde des DAV engagieren. Lehrer, Schüler, Direktoren und Eltern, Angler und Nichtangler haben gleichermaßen die große positive Resonanz des Angelunterrichtes in Brandenburg kennen gelernt. Kinder haben das erste Mal in ihrem Leben eine Angel oder gar einen Fisch in den Händen gehalten und in Gemeinschaft mit Gleichaltrigen und Betreuern schöne Stunden am Wasser verleben können.
In Skandinavien, Irland, Nordamerika, Australien und vielen anderen Ländern der Welt ist dies eine Selbstverständlichkeit! Nicht so in Deutschland! Hier werden soziale Studien ignoriert, welche beweisen, dass angelnde Kinder seltener zu Drogen greifen, seltener kriminell werden, schulische und zwischenmenschliche Probleme besser meistern als nicht angelnde Kinder. Für PETA-„Aktivisten“ (People for the Ethical Treatment of Animals – zu deutsch etwa: „Menschen für die ethische Behandlung von Tieren“) werden unsere Kinder in den Angelschulen zu Massenmördern herangezogen. Angeln als eine jahrtausendelange kulturelle Tradition wird kriminalisiert. Damit nicht genug, werden engagierte Angellehrer sowie deren Familien permanentem Telefonterror ausgesetzt, Lehrer und Direktoren von Schulen, die sich am Angelunterricht beteiligen, belästigt und gar bedroht! Ein Auszug aus einem PETA-Brief an den Direktor einer Grundschule: „ … teilen Sie uns Ihre Entscheidung (keinen Angelunterricht mehr durchzuführen) in den nächsten Tagen mit, ansonsten gehen wir davon aus, dass Sie die Angelveranstaltungen aufrechterhalten und werden über weitere Schritte nachdenken.“
Das „Schmerzempfinden“ von Fischen wird von PETA dem von Hunden und Katzen gleichgesetzt, und deshalb konstatieren sie, dass ein Kind, welches angeln geht, auch Hunde und Katzen quält. Das Schmerzempfinden von Fischen wird in der wissenschaftlichen Literatur bislang konträr diskutiert. Unstrittig ist, dass Fische beim Angeln Stress haben, der jedoch auch nicht anders ist, als wenn sie Räubern, wie dem geliebten Kormoran, ausweichen müssen. Dass PETA nur die Literatur-Zitate heranzieht, die ihre eigenen psychopathischen Ansichten stützen, ist hinreichend bekannt, ebenso, dass solide wissenschaftliche Aufsätze wie die von Rose (2002) ignoriert werden.
Dass dabei nur Blödsinn herauskommt, soll am folgenden Satz aus demselben Brief deutlich werden, Zitat PETA: „Sie unterrichten Ihre Schüler, schmerzempfindliche, hochintelligente Wirbeltiere (die Intelligenz von Hunden wird laut Forschern des Max-Planck-Instituts in Seewiesen mit der Intelligenz von Primaten verglichen und höher als die Intelligenz von Hunden eingestuft) zu töten.“ Hochintelligent – im Vergleich zu wem? Diesen zitierten Nonsens sollte man sich zweimal durchlesen, um zu sehen, wes Geistes diese selbsternannten, selbstherrlichen „Tierrechtler“ sind. Wer Fische angelt, angelt auch Hunde, und Hunde haben eine höhere Intelligenz als Hunde … (Kein Kommentar!).
Das Tierschutzgesetz wird von PETA nach Gutdünken ausgelegt, neuere juristische Abhandlungen wie von Jendrusch und Arlinghaus (2005) ignoriert. „Angeln ist böse“, heißt die Lehre! Ebenso böse sind Angellehrer und Angelvereine, Eltern und Großeltern, Lehrer und Direktoren, die unsere Kinder an die Natur heranführen und unseren Kindern den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und den Tieren erst einmal beibringen. Diese verantwortungsvollen Menschen sind für PETA Tierquäler, Verbrecher, einfach kriminelle Elemente!
Vorerst begnügten sich die PETA-„Aktivisten“ mit Schmähschriften, Telefonterror, Verleumdungen und Diffamierungen. Was folgt als nächstes ???
Wir wagen hier gar nicht weiter zu denken und bitten Euch dringend, Ihr angelnden Eltern und Großeltern, Lehrer und ehrenamtlichen Funktionäre, endlich öffentlich Stellung zu beziehen und nicht länger nur der PETA die Plattform zu überlassen!
Es geht nicht nur um die terrorisierten Angellehrer, es geht um unsere Kinder!!!