Angesichts der immer knapper werdenen Wasserressourcen in vielen Gebieten der Erde ist das Thema des Weltwassertages am 22. März 2007 besonders aktuell: Es lautet „Zeit zum Handeln - Wasserknappheit und Dürre (Coping with Water Scarcity)“.
Der Weltwassertag wird jährlich im Wechsel von einer anderen UN-Sonderorganisation mit unterschiedlichem Thema ausgetragen. Auf diese Weise können viele Facetten der Wasserressourcen und ihrer Bewirtschaftung dargestellt werden. Für das Jahr 2007 hat die Food and Agriculture Organization (FAO) die Schirmherrschaft über den Tag des Wassers übernommen.
Derzeit lebt etwa ein Drittel der Weltbevölkerung in Ländern, die von mittlerem bis hohem Wasserstress betroffen sind. Nur selten denken wir darüber nach, was die Menschen in den Industrieländern mit ihrem modernen Lebensstil indirekt an Wasser konsumieren. Dies übersteigt den direkten Verbrauch bei Weitem. Mit Kaffee, Orangensaft und vielen anderen landwirtschaftlichen Produkten wird so genanntes virtuelles Wasser importiert.
Bei uns ist aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen Wasserknappheit derzeit kaum zu befürchten. Aber auch in Europa kann sich die Lage verändern. Der Klimawandel und die zunehmende Verstädterung kann die Situation in einigen Regionen der Europäischen Union verschärfen. Hierzu zählen in erster Linie der Mittelmeerraum, aber ebenso Südosteuropa. Auch Deutschland wird nicht verschont bleiben. Die Klimakapriolen des Jahres 2003, insbesondere aber auch die frühlingshaften Temperaturen des Winters 2006/2007 zeigen, dass in Zukunft regional und auf die Sommermonate bezogen auch in unseren Breiten Wasserknappheiten auftreten können.
Alle sind aufgerufen, mit Veranstaltungen und Aktionen die Öffentlichkeit auf die drängenden globalen Wasserprobleme aufmerksam zu machen. Das Thema "virtuelles Wasser" sollte dabei nicht ausgespart bleiben: Jeder kann durch seinen Lebensstil zu einer schonenderen Nutzung der Waserressourcen in anderen Ländern beitragen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr VDG-Team
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